30 Apr
Meistermodus mit Anlauf
Starke zweite Halbzeit bringt den 31:25-Sieg ????

04 Mai
Damen 1
Meisterlich gefeiert, aber sportlich nur so semi geliefert - enttäuschendes unentschieden zum Saisonabschluss
Wie motiviert man sich eigentlich für das letzte Saisonspiel, wenn die Meisterschaft längst eingetütet ist, die Abschlussfahrt gedanklich schon begonnen hat und der Körper ungefähr seit drei Wochen kollektiv „Akku schwach“ meldet? Richtig: Offenbar gar nicht. Und so müssen auch wir völlig verdient ein maximal unmeisterliches Unentschieden gegen den Regelabsteiger der HSG Gettorf-Ostorf akzeptieren.
Besonders bitter daran: A) Wir wollten uns bei der angekündigten Meisterehrung des HVSH eigentlich halbwegs würdig präsentieren. B) Außerdem wollten wir uns aus dem Abstiegskampf raushalten — denn unter gewissen Konstellationen hätte Gettorf/Ostorf die Klasse tatsächlich noch halten können.?Und C) sollten mit Emmy und Rosie zwei Spielerinnen standesgemäß verabschiedet werden.
Long Story Short: Der Plan ging nicht auf. Beim Vier-Tore-Rückstand zur Halbzeit drohte zwischenzeitlich sogar eine kleine Meister-Blamage.
Dass die Luft nach der Meisterschaft ein kleines bisschen raus war, zeigte sich leider relativ früh. Das Spiel entwickelte sich zu einer wilden Mischung aus technischen Fehlern, kreativen Fehlentscheidungen und defensiver Funkstille. In der Abwehr wurde Kommunikation eher als nette Empfehlung verstanden, im Angriff sammelten wir lieber Stürmerfouls als klare Torchancen. Handballästheten hätten vermutlich spätestens nach zehn Minuten schreiend die Halle verlassen.
Keinesfalls als Ausrede gedacht — aber vielleicht als kleine Erklärung:?In der Hölle Horst herrschten Temperaturen irgendwo kurz vor Saunaaufguss. Dazu standen uns genau 8,5 Feldspielerinnen zur Verfügung. Ja, richtig gelesen. So schnell schrumpft ein 22-Frau-Kader, wenn Verletzungen, Krankheiten und das Leben allgemein gleichzeitig „Moin“ sagen. Entsprechend fanden wir uns über das gesamte Spiel verteilt in kreativen Konstellationen und auf Positionen wieder, die teilweise selbst die Betroffenen überrascht haben dürften. Die HSG Gettorf-Ostorf dagegen spielte mit deutlich mehr Zug zum Tor und vor allem mit dem Wissen: Hier geht’s noch um alles. Entsprechend dominierten die Gäste die erste Hälfte und gingen über 7:10 (15.), 11:14 (25.) verdient mit 13:17 in die Pause.
Die Halbzeitansprache von Julien und Francis bewegte sich dann irgendwo zwischen motivierendem Appell und verbalem Einlauf. Kernaussage: „Das ist alles andere als meisterlich und außerdem ziemlich peinlich.“?Und tatsächlich zeigte Halbzeit zwei zumindest leichte Verbesserungen. Die Abwehr stand etwas stabiler — wobei uns die quirlige Spielweise der Kielerinnen weiterhin regelmäßig ziemlich alt aussehen ließ. Da offensiv aber weiterhin ordentlich Sand im Getriebe war, dauerte es bis zur 50. Minute, ehe wir erstmals wieder ausgleichen konnten (24:24). Viel mehr passierte danach ehrlicherweise auch nicht mehr. Beide Teams trafen nur noch einmal und so endete die Partie mit einem leistungsgerechten Unentschieden.
Wir gratulieren Gettorf/Ostorf zu diesem starken Auftritt und bedanken uns nochmal herzlich für das liebe Mitbringsel zur Meisterschaft. Mit dieser Leistung dürfte der Aufenthalt in der KOL definitiv nur ein kurzer sein!
Bevor jetzt endgültig die letzten Tape-Reste entfernt, die Knie gekühlt und die Feierlichkeiten auf Abschlussfahrt komplett eskalieren, bleibt vor allem eins zu sagen: Danke. Danke an alle Fans, die uns diese Saison begleitet haben — bei Auswärtsspielen, Heimspielen, Nervenzusammenbrüchen und Meistermomenten. Ihr habt uns nicht nur angefeuert, sondern diese Meisterschaft mitgetragen. Und vermutlich auch das ein oder andere Mal ertragen.
Ein riesiges Dankeschön geht natürlich auch an unsere Trainer Julien und Francis, sowie Ole und Horst als Torwart-Bespaßer, die Woche für Woche versucht haben, aus unserem Chaoshaufen einen funktionierenden oberligatauglichen Meister zu formen. Wir wissen: Wir sind nicht immer einfach. Vor allem nicht gleichzeitig.
Saisonabschluss bedeutet leider auch immer Abschied nehmen: Danke an Emmy — die vermutlich eine der wildesten Karrierewendungen der hingelegt hat. Verletzungsbedingt von der Feldspielerin ins Tor gewechselt und dort eine Entwicklung gemacht, die wirklich beeindruckend war. Wobei wir Feldspielerinnen bis heute traumatisiert davon sind, wie viele Burpees wir diese Saison wegen dir machen mussten. Und danke an Rosie, die zwar nur ein Jahr Teil der Mannschaft war, aber mit ihrer liebevollen Art definitiv Spuren hinterlassen hat. Für euch beide gilt: Bei uns wird immer ein Platz frei sein. Bleibt genauso toll, wie ihr seid. ??????
Diese Saison war alles — nur nicht langweilig. Verletzungspech, Aufs und Abs, wilde Spiele, emotionale Achterbahnfahrten und gefühlt alle zwei Wochen neue Improvisationslösungen. Trotzdem — oder vielleicht genau deswegen — stehen am Ende sechs Punkte Vorsprung auf Platz 2. Und das ist bei aller Selbstironie einfach eine brutal starke Leistung. Insofern sind wir mehr als bereit für unser Comeback in der Oberliga!

31 Mär
Wir haben die geilsten Fans der Welt!