22 Mär
Derby?
Eher ein Haifischbecken! ????????

31 Mär
Damen 1
Wir haben die geilsten Fans der Welt!
Ausgangslage: Wir auf Platz 1, SZOWW direkt dahinter, drei Punkte Abstand, noch vier Spiele zu gehen. Also basically: Wer hier gewinnt, macht einen riiiesigen Schritt Richtung Meisterschaft. Grund genug also, das Freitagabend Auswärtsspiel in Ohrstedt zum Heimspiel zu machen! Unterstützt von unserem Förderverein (DANKE), organisierte Caro zusammen mit Michi (nochmal DANKE) eine Bustour mit unsermannschaftsbus.de. Und Spoiler: Das war eine der geilsten Auswärtsfahrten, die wir je eh erleben durften. Und das nicht nur, weil wir mit Busfahrer Struppi wohl den charismatischsten Chauffeur ever hatten.
Aber zunächst zurück zum sportlichen Teil: Das Spiel startet intensiv, man merkt schnell: Wir sind da. Die Abwehr packt direkt zu, verschiebt gut, hilft sich gegenseitig – genau so, wie man ein Spitzenspiel angehen muss. SZOWW kommt zwar zu Chancen, aber wir kriegen immer wieder die Finger dazwischen oder es ist spätestens bei Jana Endstation. Vorne spielen wir geduldig, nutzen unsere Chancen und setzen uns Stück für Stück ab. Nach rund 25 Minuten: 9:12 für uns, alles lief. Alles fühlte sich gut an. Vielleicht ein bisschen zu gut…
Denn dann der Moment, den wirklich keiner gebraucht hat: Ronja geht nach einem Wurf zu Boden – Ellenbogen ausgerenkt. Stille und allen steht derselbe Gedanke ins Gesicht geschrieben: „Bitte nicht…“ RTW, Krankenhaus Husum, Vollnarkose, Einrenken – alles auf einmal, alles viel zu schnell. In so einem Moment rückt Handball komplett in den Hintergrund. An dieser Stelle einfach nur: Gute und schnelle Besserung, Ronni ????
Man hat gemerkt: Das hat uns erstmal den Stecker gezogen. Wir schaukeln uns zwar zum 12:8 Halbzeitstand, kommen dann aber nicht gut rein in Durchgang zwei, sind unsicher, vielleicht noch mit den Gedanken ganz woanders. SZOWW nutzt das sofort – Tor für Tor schmilzt unser Vorsprung dahin. Aus +4 wird schnell: alles wieder offen (16:16/37. Minute).
Folgerichtig ein Time-Out, das definitiv in die Saison-Highlights gehört. Francis komplett geladen, komplett emotional.?Ansprache auf Anschlag, Taktiktafel bekommt auch ihr Fett weg. Kurz gesagt: Jeder wusste danach, worum es geht. Wir fangen uns zum Glück, und es entwickelt sich ein komplett wildes Spiel: Immer wieder wechseln die Führungen mit 1-2 Toren Vorsprung, immer wieder Ausgleich. Zusätzlich Schiedsrichter, die das Spiel teils spannend akzentuieren.?
90 Sekunden vor Schluss, diesmal leider wir zwei Tore hinten. Normalerweise: GG, das war’s. Aber heute nicht mit uns. Für Ronni. Für unsere Fans. Yana übernimmt Verantwortung vom Punkt – drin. Hinten Jana mit einer wichtigen Parade. Schneller Umschaltmoment – Elli über Außen – drin. 25:25. Der Haie-Block? Komplett am Kochen. SZOWW nimmt nochmal die letzte Auszeit, setzt zum finalen Angriff an. Alles steht. Alle schreien. Puls irgendwo im roten Bereich. Aber wir verteidigen das Ding mit allem, was noch im Tank ist – und bringen das 25:25 über die Zeit.
Am Ende steht ein Unentschieden, das sich ganz klar wie ein Sieg anfühlt: Tabellenführung bleibt, Moral-Level 12/10 und Fans sowieso Champions League. Ehrlich: So Spiele sind der Grund, warum man Handball liebt. Fettes Danke nochmal an alle, die uns zum Punktgewinn gepusht haben!! Ihr seid großartig!????
Und als wäre dieses Spiel nicht schon komplett wild gewesen, hat die eigentliche Party nach Abpfiff angefangen. Zurück im Bus ging’s direkt los: Unser mitgebrachtes Buffet wurde auseinander genommen, dazu hier und da ein „kleines“ Kaltgetränk. Irgendwo zwischen emotionalen Ansprachen, lauten Gesangseinlagen und absolut essenziellen (aber komplett unnötigen) Spielanalysen wurde dann pünktlich um Mitternacht angestoßen: Happy Birthday, Caro! Und Struppi? Hat das Ganze natürlich nicht einfach so stehen lassen. Zu Caros Ehren wurde der Bus kurzerhand zum Karussell umfunktioniert – inklusive Ehrenrunden im Schleswiger Kreisel.
Mit mehreren „dringend notwendigen“ Pipi-Pausen (jede einzelne natürlich absolut berechtigt) zog sich die Rückfahrt dann doch ein bisschen. Ende vom Lied: Gegen 2 Uhr Ankunft an der Hölle Horst. Müde. Heiser. Leicht zerstört. Aber einfach nur glücklich.