04 Mai
Wie die Bayern:
Meisterlich gefeiert, aber sportlich nur so semi geliefert - enttäuschendes unentschieden zum Saisonabschluss

24 Feb
Damen 1
Frauen beißen sich gegen Hürup zum 30:25 durch
Samstag, 16 Uhr, Doppelspieltag in der Hölle Horst und die Halle hatte direkt Betriebstemperatur. Volle Tribüne, ordentlich Stimmung und dazu ein ganzer Bus voller Gäste-Fans aus Hürup. Es war also alles angerichtet für einen lauten Handball-Nachmittag und genau so kam’s.
Schon vor dem Anpfiff war klar: Der TSV Hürup ist als Aufsteiger nicht zum Kaffeekränzchen angereist. Im Hinspiel hatten wir zwar deutlich mit 22:33 gewonnen, damals aber gegen Ende etwas das Tempo rausgenommen. Und ein Fan aus Hürup hatte es nach dem Spiel schön auf den Punkt gebracht: „Man hatte Angst, eine Packung zu bekommen, aber wir konnten euch ja doch über einige Strecken des Spiels ärgern.“
Am Ende behalten wir gegen die Hüruper Mädels aber verdient die Punkte in Horst und setzen uns mit 30:25 durch. Es war sicher kein Spiel für die Handball-Feinschmecker, aber eins mit zeitweise Tempo, guter Abwehrarbeit und Torhüterinnen, die ihren Kasten phasenweise regelrecht zugenagelt haben. Aber der Reihe nach.
Wir sind richtig gut ins Spiel gekommen. Der Haie-Zug hat früh Fahrt aufgenommen und nach 12 Minuten stand es 7:1 für uns. Ein Start wie aus dem Bilderbuch, nur mit ein paar Eselsohren. Denn trotz der frühen Führung blieben schon in der Anfangsphase einige Großchancen liegen: mal die Torhüterin angeworfen, mal technische Fehler, mal ein Pass ins Nirgendwo. Tempo war da, Zielwasser eher in homöopathischer Dosis. Trotzdem: Die Richtung stimmte.
Wenn vorne mal Sand im Getriebe war, stand hinten jemand mit dem Werkzeugkasten bereit: Caro im Tor erwischte wieder einen richtig starken Tag und hat das Ding phasenweise regelrecht dichtgenagelt. Da war für Hürup mehrfach Endstation. Und auch davor machte sich das Abwehrtraining der letzten Wochen bemerkbar. Wir standen über weite Strecken stabil, arbeiteten ordentlich zusammen und ließen nicht viel zu. Nur ein Problem zog sich wie ein roter Faden durchs Spiel: das Kreis-Anspiel über halblinks bekam man nie so richtig in den Griff. Hürup fand da immer wieder ein Türchen - klein, aber eben offen.
Nach dem starken Auftakt nahm Hürup früh die Auszeit (9:57), kam besser rein und biss sich zurück. Die Gäste verkürzten bis zur Pause auf 14:11. Der Vorsprung war noch da, aber aus der frühen Komfortzone war längst ein Arbeitsspiel geworden. Zur zweiten Halbzeit stellten wir auf eine 3:2:1-Abwehr um und das brachte zunächst wieder mehr Zugriff. Der Vorsprung wurde erneut ausgebaut, in der 37. Minute stand es 19:13. Genau die Reaktion, die man sehen wollte: wach, giftig, klar in den Aktionen.
Hürup blieb aber hartnäckig. Die Gäste kamen nochmal ran und so mussten wir das Ding hinten raus mit Disziplin eintüten, statt mit Glanzlack. Genau das klappte dann auch: Auftakthandlungen und Stufen sauber gespielt, dazu über erste und zweite Welle immer wieder Tempo gemacht. So kam man zuverlässig zu Toren, wenn’s spielerisch mal nicht ganz flüssig lief.
Den schönsten Schlusspunkt setzte dann Sina und zwar kurz vor dem Abpfiff mit einem echten Bilderbuch-Tor aus gut 16 Metern. Reaktionsschnell, ein Wurf mit dem offenbar niemand (inklusive Torhüterin) gerechnet hatte. Der Ball schlug ein, die Anzeigetafel sprang auf 30:25 um, kurz darauf ertönte die Sirene und der Schiedsrichter beendete die Partie nach 60 Minuten. Er war an diesem Spieltag allein im Einsatz. Dafür hat er seinen Job souverän gemeistert.
Ein besonderes Highlight für uns war außerdem das Comeback von Jule: Nach ihrer Kreuzbandverletzung hat sie endlich wieder die ersten Spielminuten auf der Platte gesammelt. Wir freuen uns riesig, dass sie wieder dabei ist. In der Kabine gab es trotz des Sieges aber nicht nur Schulterklopfen. Francis und Julien haben das Spiel nochmal eingeordnet: In der Rückrunde tun wir uns aktuell etwas schwerer und unser Spiel läuft nicht mehr ganz so flüssig wie noch in der Hinrunde. Daran wollen wir weiter arbeiten.
Jetzt richtet sich der Blick auf die nächste Aufgabe: Am kommenden Sonntag (01.03.2026) spielen wir auswärts bei der SG Dithmarschen/Süd. Anwurf ist um 15 Uhr in der Sporthalle Burg. Weil dort Haftmittel verboten sind, heißt es für uns unter der Woche: Training ohne Backe – also Harz-Detox für die Hände. Und wenn man der Ansetzung trauen darf, übernimmt Gerhard Röder die Partie – der legendäre Gerhard, der zuverlässig mit Koffer und Kaffeebecher anreist, quasi seine ganz persönlichen Statement-Pieces. Wir freuen uns drauf. Bis dahin ????
04 Mai
Meisterlich gefeiert, aber sportlich nur so semi geliefert - enttäuschendes unentschieden zum Saisonabschluss

31 Mär
Wir haben die geilsten Fans der Welt!