31 Mär
Punkt gewonnen, Nerven verloren, alles gegeben und die Erkenntnis:
Wir haben die geilsten Fans der Welt!

04 Feb
Damen 1
Am Ende 2 Punkte mehr auf der Habenseite
Dienstag, 20:30 – das letzte Hinrundenspiel: Wir empfingen die HSG Jörl „irgendwas mit Doppeleiche“ Viöl (O-Ton Francis) – Tabellenführer gegen Tabellenletzten. Auf dem Papier also eine klare Sache. In der Halle hingegen entwickelte sich das Ganze eher zu einem klassischen Fall von Erwartungen vs. Realität: Jörl hatte offensichtlich keine Lust, nur die Statistenrolle einzunehmen. Kurz gesagt: Wer dachte, das wird ein lockerer Trainingsabend, wurde spätestens nach ein paar Minuten eines Besseren belehrt – am Ende aber mit dem glücklichen Plot-Twist für uns.
Wir starteten zwar ordentlich in die Partie und setzten uns früh auf 10:5 nach zehn Minuten ab, doch schon zu diesem Zeitpunkt deutete sich an, wohin die Reise gehen sollte: Munteres Scheibenwerfen, Tempo rauf und runter – Abwehrarbeit eher optional, zugeben: Auf beiden Seiten.
Die Gäste fingen sich schnell, spielten frech, mutig und mit ordentlich Zug zum Tor. Jeder Fehler von uns wurde eiskalt bestraft und plötzlich war das Spiel enger als die Parkplatzsituation vor der Halle. 15:12 nach 20 Minuten, 17:15 nach 25 Minuten – die Anzeigetafel wechselte gefühlt häufiger als mein TikTok-Feed und die Torhüterinnen bekamen kaum Zeit zum Durchatmen. Tore im Minutentakt, Emotionen auf beiden Seiten: Halbzeitstand: 19:19. Alles offen, alles spannend..
In der Kabine folgte dann der kollektive Reality-Check. Frei nach dem Motto: „Mädels, das hier ist kein Benefizspiel – wir fangen wieder bei null an.“ Und siehe da: Die zweite Halbzeit begann wie aus einem anderen Handballbuch. Die Abwehr stand plötzlich deutlich kompakter, half sich gegenseitig aus und zwang Jörl immer häufiger zu schwierigen Abschlüssen. Die Würfe, die trotzdem durchkamen, waren dann meist sichere Beute für Caro, die im Tor zunehmend zur Wand wurde.
Nach vorne schalteten vor allem Ronja und Jasmin einen Gang hoch – oder eher zwei. Tempogegenstöße, zweite Welle, zack-zack, Tor. 29:24 nach 40 Minuten, und langsam nahm das Spiel endlich die Richtung an, die wir uns schon vor dem Anpfiff ausgerechnet hatten. Ganz abschütteln konnten wir die Gäste aber nicht. Jörl blieb fair, engagiert und spielte weiter mutig nach vorne, sodass wir uns nie komfortabel mit mehr als sechs Toren absetzen konnten. Bei uns machte sich dabei auch bemerkbar, dass wir aktuell vor allem im Rückraum ziemlich dünn besetzt sind. Über volle 60 Minuten das maximale Tempo zu gehen, ist da schlicht nicht drin – auch wenn der Kopf manchmal mehr will als die Beine. Aber am Ende gilt: Ergebnis schlägt Schönheitsnote. Mit einem 39:33-Heimsieg bleiben die Punkte in Horst und die Erkenntnis auch: Tabellen sagen viel – aber eben nicht alles.
Jetzt heißt es erstmal kurz durchschnaufen. Zwei Wochen spielfrei stehen an – Zeit zum Regenerieren, Harz von den Extremitäten kratzen und kleine Wehwehchen pflegen. Danach wartet am 16.02. zur Kaffeezeit um 16:00 mit Hardebek das nächste Heimspiel auf uns. Das Hinspiel konnten wir damals erst in der Schlussphase deutlich für uns entscheiden – wir wissen also ganz genau, was da auf uns zukommt. Langweilig wird’s nicht. #NotMeThinkingThatWasEasy #TrustTheProcess #Realitycheck #GoalsGoalsGoals #HandballButMakeItDrama

31 Mär
Wir haben die geilsten Fans der Welt!