04 Mai
Wie die Bayern:
Meisterlich gefeiert, aber sportlich nur so semi geliefert - enttäuschendes unentschieden zum Saisonabschluss

25 Okt
SG HANDBALL NEUMÜNSTER - DIE HAIE I HSG Horst/Kiebitzreihe 38:31
du kannst so hässlich sein..“
Zugegeben: Berlin war es am Donnerstagabend nicht. Es war Neumünster. Aber als wir zur besten Feierabendzeit vor der vermutlich bekanntesten Betonhalle Schleswig-Holsteins standen und spätestens in der Umkleide auch die Nase wusste, dass wir angekommen waren, fühlten wir uns dem Stadtaffen plötzlich erstaunlich nah.
Neue Liga. Unbekannter Gegner. Auswärtsspiel. Donnerstagabend, 18:30 Uhr. Und für uns endlich: Saisonstart!
Während andere Mannschaften schon ein paar Kilometer auf der Ligauhr hatten, durften nun auch wir endlich loslegen. Mit vollem Kader, ordentlich Motivation im Gepäck und durchaus dem Gedanken: Wenn wir hier schon als Underdog anreisen, dann wollen wir wenigstens dafür sorgen, dass sich Neumünster seinen Feierabend verdienen muss.
Dass in der KSV-Halle tatsächlich etwas geboten wird, merkten wir schon vor dem Anpfiff. Viele Zuschauer, Hallensprecher mit hörbar Lust auf seinen Job und richtiges Einlaufen der Mannschaften – für 3 Euro Eintritt bekommt man anderswo gerade einmal ein mittelmäßiges Parkticket. In Neumünster gab es dafür Oberliga-Handball am Donnerstagabend. Kann man machen.
Dann wurde Handball gespielt. Zumindest von Neumünster zunächst deutlich besser als von uns. Wir kamen schlichtweg nicht gut in die Partie. Im Angriff schlichen sich zu viele unnötige Fehler ein, in der Abwehr fehlte anfangs der Zugriff und so machten wir es unserem Gegner ein ums andere Mal etwas zu einfach.
Dabei begann alles noch recht vielversprechend: Carina erzielte nach 44 Sekunden sogar das erste Tor der Partie zum 0:1. Doch danach übernahm Neumünster zunehmend das Kommando. Über 5:2 und 10:4 setzte sich die SG Stück für Stück ab. Wir liefen hinterher – und zwar leider nicht nur dem Ball. Zur Halbzeit stand ein deutliches 22:14 auf der Anzeigetafel. Nicht unbedingt der Auftakt, den man sich nach der langen Vorfreude ausgemalt hatte. #dermotorstottertnoch
Und auch nach dem Seitenwechsel wurde es zunächst nicht besser. Wir wirkten nervös, Neumünster nutzte seine Chancen konsequent und beim 29:17 betrug der Rückstand zwischenzeitlich satte zwölf Tore. Wenn selbst beim eigenen Torabschluss plötzlich die Mitspielerin zur ungeplanten Zielscheibe wird, dann weiß man ziemlich genau: Heute ist der Wurm drin. Marie also erst einmal raus, ab auf die Bank und Kühlpack ins Gesicht. An dieser Stelle hätte man den Abend gemütlich austrudeln lassen können. Haben wir aber nicht.
Wir stellten unsere Deckung auf eine 5:1-Formation um und plötzlich bekam das Spiel eine andere Dynamik. Die Abwehr wurde aggressiver, Neumünster musste mehr arbeiten und vorne fanden auch wir zunehmend bessere Lösungen. Aus zwölf Toren Rückstand wurden nach und nach neun, acht, sieben und beim 32:26 waren wir tatsächlich wieder auf sechs Treffer dran. Natürlich war die Hypothek aus den ersten rund 40 Minuten am Ende zu groß. Aber wir ließen uns nicht abschießen, sondern kämpften bis zur letzten Sekunde weiter. Allein in den letzten gut vier Minuten gelangen uns noch fünf Treffer.
Nach 60 Minuten stand schließlich ein 38:31 für die SG Handball Neumünster auf der Anzeigetafel. Eine verdiente Niederlage – da gibt es nichts schönzureden. Aber eben auch eine Niederlage, aus der wir einiges mitnehmen können. Wir haben gesehen, dass Fehler in dieser Liga schnell und konsequent bestraft werden. Wir haben aber genauso gesehen, dass wir mithalten und einem Gegner auch nach einem deutlichen Rückstand noch einmal Probleme bereiten können.
Und genau darauf lässt sich aufbauen. Der Saisonmotor ist also gestartet. Er hat am Donnerstag noch ein bisschen geruckelt, kurz ordentlich gequalmt und brauchte einige Kilometer, bis er rund lief, aber er läuft. Neue Liga, erste Erkenntnisse, 31 eigene Tore und die Gewissheit, dass wir uns auch bei zwölf Toren Rückstand nicht einfach in der Betonhalle einbetonieren lassen.
Jetzt heißt es: Fehler abstellen, weiterarbeiten und beim nächsten Spiel von Anfang an die Zähne zeigen. *Saison 2026/27 – wir sind jetzt auch da*????
04 Mai
Meisterlich gefeiert, aber sportlich nur so semi geliefert - enttäuschendes unentschieden zum Saisonabschluss

31 Mär
Wir haben die geilsten Fans der Welt!